Tag 8 – Wir sind durch

20130907--Bearbeitet-7Heute ging es für uns auf die letzte Etappe von Sulden nach Latsch. Am Morgen wurden wir beim Aufstieg auf das Madritschjoch (3.123 m) mit einem genialen Blick auf den Ortler belohnt. Es ist schon beeindruckend, wenn man diesen Berg anschaut und bedenkt, dass sich dort drüber auf dem Gletscher die höchst gelegene militärische Stellung im ersten Weltkrieg befunden hat. Die große Herausforderung sahen wir bei der ca. 40 km langen Etappe in den 3.000 Hm im Abstieg. Es ging aber insgesamt sehr gut, da es nie zu steil war und auch nicht allzu viele Steine im Weg lagen. Wir konnten also noch ein bisschen Tempo machen und einige vor uns gestartete Teams überholen. Am Ende liefen wir glücklich durch die Obstplantagen nach Latsch. Im Ziel gab es, wie zu erwarten war, frisches vinschgauer Obst.

Nach den letzten acht Tagen mit insgesamt 261,3 km und 15.879 Hm im Aufstieg freuen sich alle Läufer, dass morgen nicht noch eine Etappe ansteht. Die Knochen, Bänder, Gelenke und auch der Kopf braucht jetzt etwas Ruhe von der Lauferei.

Wir freuen uns, dass wir das Ziel gemeinsam erreicht haben und können heute stolz das Finisher-T-Shirt entgegen nehmen.

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Tag 6 und 7 – Das Wandern ist des Müllers Glück

Am sechsten Tag ging es von Scoul nach St. Valentin. Wir wollten also die Grenze nach Italien passieren. Bei unserem letzten Eintrag haben wir angekündigt, dass uns diese Etappe etwas mehr liegen könnte. Das hätte auch zugetroffen, wenn Marcels Knie nicht nach der Hälfte der Etappe schlapp gemacht hat. So wurde es dann eher ein Wandertag mit einigen Gehpausen. Die Landschaft war trotzdem atemberaubend. Insbesodnere der Aufstieg zum Schlingpass (2.315 m) ließ das GPS-Signal in dem engen und steilen Felstal ab und zu ausfallen. Danach ging es auf einer flachen Wiesenlandschaft weiter in Italien. Vor allem die Abstiege machten Marcel Probleme. Damit war die Stimmung in unserem Team etwas verhaltener…

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Die siebte Etappe gingen wir also nicht mehr mit Vorstellungen von bestimmten Zielzeiten an und sollte von St. Valentin nach Sulden führen. Das lange Flachstück am Anfang wäre uns auch entgegen gekommen, aber das Knie… Es lief trotzdem verhältnismäßig gut bis zum Kilometer 28 nachdem es in einen gut 1.600 Hm hohen Anstieg zur Tabarettascharte (2.880 m) ging. Am Anfang des Aufstieges liefen wir noch in Wolken, aber nach kurzer Zeit lichtete sich der Blick auf das Stilfser Joch (2.757 m). Der Abstieg machte wieder die üblichen Probleme, aber wir haben das Ziel erreicht.

Morgen folgt die letzte Etappe mit 39,8 km, 1.897 Hm im Aufstieg und 3.106 Hm im Abstieg. Das wird sehr knackig, aber wir hoffen Latsch zu erreichen. Das ist jetzt das primäre Ziel.

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Tag 5 – Senkrechter Raketenstart

cimg1035Die heutige Etappe wurde als „Bergsprint“ ausgetragen. Es ging von Scoul nach Motta Naluns auf einer Länge von 6,3 km 947 Hm hinauf und das war auch noch der gleiche Streckenabschnitt, den wir am Vortag mit brennenden Oberschenkeln ins Tal geflogen sind.

Die Sonne schien erbamunglos beim Laufen im Südhang auf die Köpfe aller Teilnehmer. Die langsamsten Teams vom Vortag durften zuerst starten. Damit hatten wir den Vorteil auch die schnellsten Läufer einmal beim Zieleinlauf beobachten zu können. Die rennen übrigens auch nicht jeden Anstieg hoch.

cimg1038Uns kam die Etappe sehr entgegen, da Knie, Sprunggelenke und Oberschenkel etwas geschont werden konnten. Ich lief die Etappe sehr ruhig um mir Körner für die letzten drei anstrengenden Tage aufzuheben. Marcel strengte sich ein bisschen mehr an ohne sich dabei zu sehr zu verausgaben. Wir beide kamen aber schon ziemlich knapp an einen Raketenstart ran.

Damit haben wir bereits von Oberstdorf 141,1 km, 9.919 Hm im Aufstieg und 8.649 Hm im Abstieg zurückgelegt. Es liegen jetzt noch 120,2 km, 5.911 Hm im Aufstieg und 6.409 Hm im Abstieg bis nach Latsch vor uns.

Aktuell liegen wir auf Platz 30 mit 15 min Vorsprung vor Platz 31. Bei einer Gesamtwettkampfzeit von ca. 21:15 h fehlen nur 15 min zu Platz 26.
Hier noch eine kleine Übersicht über ein paar bekannte Teams:

Kossmann/Dresdner Laufsportladen Marcel Haft Max Röhnert 21:15.14,4 30. (Men)
Salomon/Dresdner Laufsportladen Tell Wollert Holger Schmidt 22:50.30,9 40. (Men)
Sport-Werk Annaberg-Buchholz Thomas Lang Martin Grepl 23:59.40,7 23. (Master Men)
Hochschulmedizin Dresden Christine Hamann Lorenz Hofbauer 29:29.19,4 60. (Mixed)

Das Team RUN4-FAMILIES ist leider schon ausgeschieden, da Marcel Gertsch sich die technisch schwierige dritte Etappe aufgrund von Höhenangst nicht zugetraut hat. Armando Balzer läuft jetzt als Einzelkämpfer weiter und ist immer in der Nähe von Thomas Lang und Martin Grepl unterwegs. Die Entscheidung am dritten Tag nicht an den Start zu gehen fiel Marcel Gertsch nicht leicht, aber es ist wichtig die eigenen Grenzen zu kennen und richtig einzuschätzen.

Wir freuen uns nun auf die nächsten Etappen und hoffen gut in Latsch anzukommen. Morgen steht uns eine lange, aber verhältnismäßig flache Etappe bevor, die uns etwas entgegen kommen könnte. Die nächste Belastungsprobe wird Etappe sieben mit 42,6 km, 2.381 Hm im Aufstieg und 1.934 Hm Abstieg darstellen.

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Fotos und weitere Berichtecimg1057

Tag 4 – Das Training schlägt an

Bei der heutigen Etappe führten uns die orangenen Schilder von Samnaun nach Scoul. Insgesamt waren weniger Höhenmeter (nur ca. 2.000 Hm) als bei der Etappe vom Vortag im Aufstieg zu bewältigen, aber galt es im Abstieg ca. 2.500 Hm zu überwinden. Zumindest der Aufstieg fiel uns nach den letzten drei Bergtrainingseinheiten etwas leichter. Die Abstiege machen uns wesentlich mehr Probleme als Flachfländer. So überholt man Tag für Tag im Aufstieg die gleichen Teams und wird im Abstieg auch wieder überholt. Mittlerweile kennen wir die Teams in unserer Leistungsklasse schon etwas besser, so dass man sich auch manchmal etwas länger unterhält…
Mit dem vierten Tag geht es nun langsam an die Substanz und es scheiden immer mehr Teams aus. Unsere Beine fühlen sich noch gut an, aber freuen sich trotzdem auf den „Ruhetag“ morgen. Es steht nämlich ein „Bergsprint“, bei dem es nur „kurz“ (ca. 1.000 Hm und ca. 6 km) nach oben geht, an.

Wir hoffen noch einige Etappen dabei bleiben zu können und der Zielort rückt immer näher.

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Tag 3 – Erste Belastungsprobe

Heute ging es von St. Anton nach Samnaun. Die Etappe war sehr anspruchsvoll und stellte nach den ersten beiden kürzeren Etappen einen ersten Knackpunkt dar.

Insbesondere der frühe Start um 7 Uhr erforderte etwas Disziplin. Marcel und mir fiel das heute Morgen gar nicht so leicht kurz vor 6 Uhr aus den warmen Federn zu kriechen. Wir hatten uns eine Laufzeit von ca. 6 h vorgenommen um die ca. 3.000 Hm im Aufstiegt, ca. 2.500 Hm im Abstieg und ca. 38 km Distanz zu bewältigen. Die Wettervorhersage war gut (kühl und trocken) und so schafften wir schnell die ersten Meter. Wir fanden am ersten Pass sogar schon Schnee vor… Die Aufstiege bewältigten wir sehr gut, aber im Abstieg fehlt uns einfach jede Menge Erfahrung, Mut und Koordination. So werden wir auf dem Weg ins Tal immer von vielen Teams überholt, die wir dann auf dem Weg zum Pass meistens Stück für Stück wieder einsammeln.

Unsere Strapazen wurden heute mit einer grandiosen Fernsicht auf leicht bepuderte Berge belohnt.

Jetzt haben wir schon 97,7 km, 6.957 Hm im Aufstieg und 5.940 Hm Abstieg bewältigt. Es liegt also noch einige vor uns.

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Tag 2 – In der Suppenküche

Heute ging es von Lech nach St. Anton über 25 km und gut 2.000 Hm.
Am Morgen war es bewölkt und teilweise fielen einige Tropfen auf die Köpfe der Läufer. Die Strecke bot steile Anstiege und schöne Almwiesen. Nach gut 4 h waren wir im Ziel und haben uns über die sonnige Begrüßung sehr gefreut!
Die Beine fühlen sich gut an.
Morgen geht es auf eine sehr schwere Eappe mit fast 40 km Länge und fast 3.000 Hm. Insbesondere exponierte Stellen, die Trittsicherheit erfordern, werden die Etappe noch erschweren.

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Tag 1 – Panoramtour durch Weltkulturerbe

Heute starteten wir 10 Uhr in Oberstdorf auf eine 34 km lange Strecke nach Lech. Wir hatten uns vorgenommen möglichst kontrolliert zu laufen um für die nächsten Tage noch Reserven zu haben. Trotzdem fühlen sich die Beine schlechter als erhofft an, aber wesentlich besser als befürchtet. Insgesamt haben wir für die landschaftlich sehr reizvolle Strecke knapp 5 h benötigt. Marcels Knie macht leichte Probleme, wobei der Knöchel in den steilen Bergabpassagen das größere Problem war.

Nun sind wir guter Dinge und beschäftigen uns mit der nächsten Etappe, die mit ca. 25 km kürzer ausfällt, aber in etwas die gleichen Höhenmeter hat.
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